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Britive startet Programm für Zugriffsrechte im Zeitalter der KI-Agenten

Das neue Beratungsprogramm soll privilegierte Zugriffe von Menschen, Maschinen und Agenten gemeinsam betrachten. Im Mittelpunkt steht die Bewertung konkreter Aktionen zur Laufzeit.

FW
FutureWire Admin
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Bestandsaufnahme vor der Entscheidung über neue Werkzeuge

Britive hat am 30. September das Frictionless PAM Transformation Program vorgestellt. Es soll Unternehmen bei der Modernisierung privilegierter Zugriffe unterstützen. Berücksichtigt werden menschliche Konten, technische Identitäten und KI-Agenten.

Zum Einstieg ist eine Bestandsaufnahme vorgesehen, die unter anderem vorhandene Rechte, Zugriffsmuster und Kontrolllücken untersucht. Daraus sollen ein Modernisierungsplan und eine wirtschaftliche Bewertung entstehen. Das Programm knüpft an Britive ARC an, das laut Mitteilung bereits im Vormonat eingeführt wurde. Neu angekündigt ist damit das Transformationsprogramm, nicht die erstmalige Verfügbarkeit von ARC.

Die konkrete Aktion rückt in den Mittelpunkt

Ein hypothetischer Wartungsagent macht den Unterschied deutlich: Er darf möglicherweise Statusinformationen lesen, aber nur unter bestimmten Voraussetzungen eine Konfiguration verändern. Ein einziges dauerhaft weitreichendes Konto würde diese beiden Aufgaben schlecht auseinanderhalten.

Für eine nachvollziehbare Kontrolle müsste eine Organisation deshalb beschreiben, welche Aktion in welchem Zusammenhang erlaubt ist. Dazu gehören der betroffene Dienst, der Zweck des Zugriffs und gegebenenfalls eine zeitliche Begrenzung. Ebenso sollte erkennbar sein, wer den Agenten mit der Aufgabe beauftragt hat.

Einordnung: Bestehende Rechte sind der sinnvolle Ausgangspunkt

Bevor zusätzliche Werkzeuge eingeführt werden, kann eine Inventur bereits wichtige Fragen sichtbar machen. Welche Konten werden tatsächlich verwendet? Wo bestehen Rechte ohne klaren Besitzer? Und welche automatisierten Abläufe würden ausfallen, wenn eine Berechtigung entzogen wird?

Ein begrenzter Pilot könnte zunächst einen einzelnen Prozess untersuchen. Dabei ließe sich vergleichen, welche Rechte dieser Ablauf benötigt und welche ihm derzeit zur Verfügung stehen. Der Abstand zwischen beidem wäre ein konkreter Ansatzpunkt für Verbesserungen.

Die Prüfung sollte auch den Ausnahmefall berücksichtigen: Was geschieht, wenn eine Freigabe fehlt, ein Auftrag abgebrochen wird oder ein Agent einen unerwarteten Folgeschritt vorschlägt? Eine wirksame Kontrolle muss solche Situationen verständlich behandeln, statt sie lediglich in einem Protokoll festzuhalten.

Das angekündigte Programm adressiert diese organisatorische Vorarbeit. Ob daraus im Einzelfall eine bessere Zugriffssteuerung entsteht, hängt vom erfassten Bestand und der anschließenden Umsetzung ab. Eine Beratungsankündigung allein belegt noch keine reduzierte Fehler- oder Angriffsrate.

Quellen

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